{"id":4517,"date":"2022-06-30T14:22:23","date_gmt":"2022-06-30T18:22:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/?post_type=tribe_events&#038;p=4517"},"modified":"2022-07-06T16:20:02","modified_gmt":"2022-07-06T20:20:02","slug":"haus-kino-juli-in-the-name-of-scheherazade-or-the-first-beergarden-in-teheran","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/evento\/haus-kino-juli-in-the-name-of-scheherazade-or-the-first-beergarden-in-teheran\/","title":{"rendered":"Haus-Kino | Juli #2: In The Name Of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran"},"content":{"rendered":"<p>76 Min. | 2018\/2019<br \/>\nRegie:\u00a0Narges Kalhor<br \/>\nmit spanischem Untertitel<\/p>\n<p>Donnerstag 28. bis Sonntag 31 Juli.\u00a0Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/haus-kino.goethe-on-demand.de\/\">&gt;&gt; Goethe on Demand<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>SYNOPSIS<\/strong><br \/>\nDie animierte Scheherazade der Rahmenhandlung hat auch heute noch viel zu erz\u00e4hlen: Von einem homosexuellen Teenager aus Syrien, der f\u00fcrchten muss, dass sein in Deutschland gestellter Asylantrag abgelehnt wird, von einer in Berlin geborenen und nur deutsch sprechenden K\u00fcnstlerin, die dennoch immer wieder auf ihre afghanischen Wurzeln zur\u00fcckverwiesen wird, von einer iranisch-st\u00e4mmigen Bierbrauerin, die in Teheran die (alkoholfreie) bayerische Braukultur etablieren m\u00f6chte, die sie beim Studium in M\u00fcnchen kennen gelernt hat und von der Regisseurin selbst, die um diesen ihren Dokumentarfilm mit einem aus dem Off sprechenden, aber ansonsten unsichtbar bleibenden Filmdozenten ringt. Mit feinem Humor und einem Gesp\u00fcr f\u00fcr die Absurdit\u00e4ten des deutschen Alltags dekonstruiert Regisseurin Narges Kalhor nicht nur das hiesige Orientbild, sondern auch die Vorstellungen von dem, was ein Dokumentarfilm zu sein hat. Es ist ein Film \u00fcber das Geschichtenerz\u00e4hlen und zugleich eine Identit\u00e4tssuche der Filmemacherin, die selbst aus dem Iran nach Deutschland immigriert ist.<\/p>\n<p><strong>NARGES KALHOR \u00dcBER IHREN FILM<\/strong><br \/>\n(\u2026) In the Name of Scheherazade spielt eben mit \u201eexotischen Einsprengseln\u201c. In einer Szene stehen Ausstellungsbesucher um eine K\u00fcnstlerin mit lockigen Haaren und dunklerem Teint. Eine Kuratorin stellt sie vor, stellt ihr Fragen und danach ist das Publikum dran, sich zu \u00e4u\u00dfern. W\u00e4hrenddessen fallen kleine Steine aus der Installation \u2013 aus einigen in der Luft h\u00e4ngenden nackten Gummipuppen. Die K\u00fcnstlerin versucht, ihre Vorgehensweise und ihre Haltung zu erkl\u00e4ren. Das Ganze kann als Kritik an den Klischees und Erwartungen der deutschen Mehrheitsgesellschaft an \u201eExoten\u201c verstanden werden. Der Film spielt mit den Klischees und befriedigt sie auch, um seinerseits Erfolg beim Publikum zu haben. Das ist richtig! Darum der Titel \u201eIn the Name of Scheherazade or The first Beergarden in Teheran\u201c. Am Ende, wenn die Kamera sich zur\u00fcckzieht, zeige ich, was alles nicht stimmt, was vorher behauptet wurde: Bier kommt nicht aus dem Iran. Aber die Zuschauer gehen genau deswegen ins Kino, weil sie den Film \u201aBiergarten in Teheran\u2019 sehen wollen. Das alles ist bewusst ausgew\u00e4hlt. Steinbrecher, der Tutor, der im Film immer nur im Off zu h\u00f6ren ist, sagt einmal, dass der Filmtitel einen Bezug zum Heimatland der Regisseurin haben muss. Ich kritisiere nicht nur westliche Erwartungen, sondern auch mich selbst. Ich kritisiere die K\u00fcnstlerin mit den Gummipuppen und die, die gar nichts mit dem Nahen Osten zu tun haben, aber \u201eNaher-Osten-Kunst\u201c produzieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-4517-1\" width=\"640\" height=\"360\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/inbituin.com\/goethe\/stories\/story-scheherazade.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/inbituin.com\/goethe\/stories\/story-scheherazade.mp4\">https:\/\/inbituin.com\/goethe\/stories\/story-scheherazade.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>REGIE: NARGES KALHOR<\/strong><br \/>\nNarges Kalhor ist 1984 in Tehran geboren und aufgewachsen. Nach ihrer allgemeinen Hochschulreife 2001 begann sie an der Filmhochschule Teheran den Studiengang Spielfilmregie zu studieren. Dort wurde sie von verschiedenen bekannten Filmemachern, u.a. Abbas Kiarostami, betreut. 2009 kam Narges Kalhor mit ihrem Kurzfilm Die Egge aus dem Iran nach N\u00fcrnberg zum internationalen N\u00fcrnberger Filmfestival der Menschenrechte. Dort beantragte sie, Tochter des rangh\u00f6chsten Kulturberaters des damaligen iranischen Pr\u00e4sidenten Ahmadinehjad, politisches Asyl in Deutschland. Inzwischen hat sie Asyl in Deutschland erhalten und studierte an der Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film in M\u00fcnchen. 2010 erhielt sie ein Stipendium bei Vodafone Chance f\u00fcr ihr ganzes Studium. Ihr zweiter Film an der Filmhochschule als Co-Regisseurin Shoot Me war f\u00fcr den Deutschen Kurzfilm Preis nominiert und wurde als bester Film der Nonfiktionale 2014 ausgezeichnet. Narges Kalhor arbeitet inzwischen im Filmkunstbereich f\u00fcr diverse Ausstellungen und Museen. Ihr Abschlussfilm In the name of Scheherdazade feierte seine Welt-Premiere bei Vision Du R\u00e9el 2019 und wurde mit dem Preis Best Deutscher Dokumentarfilm vom Goethe Institut beim DOK Leipzig 2019 ausgezeichnet. Au\u00dferdem erhielt sie daf\u00fcr im gleichen Jahr den Kulturpreis Bayern sowie 2020 den Starter-Filmpreis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>76 Min. | 2018\/2019 Regie:\u00a0Narges Kalhor mit spanischem Untertitel Donnerstag 28. bis Sonntag 31 Juli.\u00a0Nach der Reservierung im genannten Zeitraum<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4549,"template":"","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_tribe_events_status":"","_tribe_events_status_reason":"","_joinchat":[],"footnotes":""},"tags":[],"tribe_events_cat":[31],"class_list":["post-4517","tribe_events","type-tribe_events","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tribe_events_cat-haus-kino-cinema","cat_haus-kino-cinema"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/4517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/types\/tribe_events"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/4517\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4557,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events\/4517\/revisions\/4557"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4517"},{"taxonomy":"tribe_events_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/wp-json\/wp\/v2\/tribe_events_cat?post=4517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}