{"id":2384,"date":"2021-08-26T17:41:44","date_gmt":"2021-08-26T20:41:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/?post_type=tribe_events&#038;p=2384"},"modified":"2021-08-31T15:40:17","modified_gmt":"2021-08-31T18:40:17","slug":"haus-kino-mannerfreundschaften","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/evento\/haus-kino-mannerfreundschaften\/","title":{"rendered":"HAUS-KINO | M\u00c4NNERFREUNDSCHAFTEN"},"content":{"rendered":"<div class=\"dossier-top-teaser-container ganze-breite Mb(64px)\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-inner hellGrau\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-text-c w(719px) m-lr-a\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-text\">\n<div class=\"dossier-infotext-header-text-c Fs(18px) Lh(1.556)\"><strong>Dienstag, 21. September | 18h bis Freitag, 24. September| 18h<\/strong><br \/>\n<strong>Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung<\/strong><\/div>\n<div class=\"dossier-infotext-header-text-c Fs(18px) Lh(1.556)\"><strong>&gt;<a href=\"http:\/\/haus-kino.goethe-on-demand.de\/\">&gt; zum Film<\/a><\/strong><\/div>\n<div class=\"dossier-infotext-header-text-c Fs(18px) Lh(1.556)\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rosa von Praunheim, 2018, 85 Min., hybrider Dokumentarfilm.<br \/>\nDrehbuch: Rosa von Praunheim, Valentina Sch\u00fctz<br \/>\nKamara: Patrick Richter, Thomas Ladenburger, Markus Tiarks, Oliver Sechting, Marcus Glahn<br \/>\nSchnitt: Mike Shephard<br \/>\nMusik: Andreas Wolter<br \/>\nMit Matthias Luckey, Tobias Schormann, Thomas Linz, Petra Hartung, Max Conrad, Sybille Enders, Bernhard Jarosch, Sebastian Lange, Wolfgang Mirlach, Maximilian M\u00fcller, Nils Ramme, Runa Pernoda Sch\u00e4fer, Willi Seibt, Sarina Radomski, Rosa von Praunheim, Jakob Turk\u00f4sek, Valentin Schmehl.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"dossier-infotext w(719px) m-lr-a Mb(50px)\">\n<p>Wie schwul war Johann Wolfgang von Goethe? Und wie sieht es mit seinen Zeitgenossen aus? Inspiriert von Robert Tobins Buch\u00a0<i>Warm Brothers. Queer Theory and the Age of Goethe<\/i>\u00a0(2000) geht Rosa von Praunheim in Spiel- und Dokumentarszenen diesen und anderen Fragen nach. Dabei wird keine dogmatische Umdeutung vorgenommen, als vielmehr ein neuer Raum von Denkm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>In dieser \u00fcberm\u00fctig und unbek\u00fcmmert assoziierenden Arbeit skizziert Rosa von Praunheim entlang von Zeitgenossen wie Wilhelm und Alexander von Humboldt, Kleist oder Winckelmann fiebrige Brieffreundschaften, fabuliert in nachgestellten Sequenzen mit Darstellern Intimit\u00e4ten herbei und delektiert sich in Interviews mit Experten an historischen Spekulationen.<\/p>\n<p>Letztlich zielt von Praunheim aber, wie in all seinen Filmen ganz unmittelbar auf die Gegenwart. Das wird besonders anhand der Perspektivierung eines w\u00fcsten intellektuell-\u00e4sthetischen Schlagabtauschs aus dem 19. Jahrhundert deutlich: Wie Heinrich Heine einst August von Platen \u00f6ffentlich der M\u00e4nnerliebe bezichtigte, ist bis heute im Ged\u00e4chtnis geblieben \u2013 und nicht minder Platens massiv anti-semitisch gepr\u00e4gte Ausf\u00e4lle gegen Heine zu einer Zeit, da \u00f6ffentliche \u00c4u\u00dferungen von Judenhass zunehmend an Akzeptanz gewannen. Von Praunheim sieht den ausgemachten Kriegsschauplatz \u2013 Homophobie vs. Antisemitismus \u2013 als eine Angelegenheit, die bis heute von zivilgesellschaftlicher Relevanz ist.<\/p>\n<p>Wer auch nur ein klein wenig mit Rosa von Praunheims Werk vertraut ist, wei\u00df, dass der Filmemacher es liebt zu provozieren. Auch wenn hier keine fundamentale Umdeutung aller bisherigen kulturhistorischen Erkenntnisse vorgenommen wird &#8211; ein klein bisschen verr\u00fccken will dieser Film dann doch den Blick auf die gro\u00dfen Dichter der deutschen Lyrik wie Goethe und Schiller und ihre Zeit. Von Praunheim zeigt auf, dass das Gedankenspiel zur Homoerotik im 18. Jahrhundert durchaus seine Berechtigung und Gegenwartsrelevanz hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"zwischenueberschrift\">FESTIVALS<\/h2>\n<ul>\n<li class=\"zwischenueberschrift\">2018 Lichter Filmfest &#8211; Frankfurt<\/li>\n<li class=\"zwischenueberschrift\">2018 International Queer Film Festival &#8211; Hamburg<\/li>\n<li class=\"zwischenueberschrift\">2018 Homochrom Filmfestival &#8211;\u00a0K\u00f6ln\/Dortmund<\/li>\n<li class=\"zwischenueberschrift\">2018 Queer Filmfest Weiterstadt<\/li>\n<li class=\"zwischenueberschrift\">2019 Moving History Potsdam<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"zwischenueberschrift\">KRITIKEN UND EMPFEHLUNGEN<\/h2>\n<p>Man darf davon ausgehen, dass Goethe \u00fcber diesen schwulen Bilderreigen vergn\u00fcgt geschmunzelt h\u00e4tte. (Welt am Sonntag)<\/p>\n<p>Weimar queer zu machen &#8211; das ist f\u00fcr ihn (Rosa von Praunheim) keine Frage historischer Akkuratesse, sondern eine Frage der Travestie, und eine spielerische Hypothese \u2013 was \u00e4u\u00dferst vergn\u00fcglich ist.&#8221; (S\u00fcddeutsche Zeitung)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"dossier-infotext w(719px) m-lr-a Mb(50px)\">\n<h2 class=\"zwischenueberschrift\">REGISSEUR\u00a0&#8211;\u00a0ROSA VON PRAUNHEIM<\/h2>\n<\/div>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.goethe.de\/resources\/files\/jpg1059\/rvpraunheim_copyright-rosa-von-praunheim-filmproduktion---kopie-formatkey-jpg-default.jpg\" alt=\"Rosa von Praunheim Filmproduktion \" \/><\/div>\n<div><strong>\u00a9 <\/strong>Rosa von Praunheim Filmproduktion<\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"dossier-infotext w(719px) m-lr-a Mb(50px)\">Rosa von Praunheim wurde 1942 in Riga, Lettland, als Holger Mischwitzky geboren. Aufgewachsen ist er in der DDR am Rande von Berlin in Teltow-Seehof. 1953 musste die Familie fl\u00fcchten und siedelte sich \u00fcber Umwegen in Frankfurt am Main an, wo sie im Stadtteil Praunheim wohnte. Auf dem humanistischen W\u00f6hlergymnasium machte Rosa seine erste Theaterinszenierung in lateinischer Sprache. Durch den h\u00e4ufigen Schulwechsel brachte er es aber nicht weit und verlie\u00df vor der Mittleren Reife die Schule, wechselte zur Kunstschule Offenbach f\u00fcr ein Jahr. Dann wurde er auf der Hochschule f\u00fcr bildende K\u00fcnste Berlin in die Abteilung Freie Malerei aufgenommen. Hier studierte er Anfang der sechziger Jahre, ging aber vor einem Abschluss ab. 1967 entstand sein erstes Buch und auch sein erster Kurzfilm\u00a0<i>Von Rosa von Praunheim<\/i>. Durch den Verkauf des Films an den Hessischen Rundfunk konnte er weitere Filme produzieren. 1968 bekam er f\u00fcr seinen zweiten Kurzfilm\u00a0<i>Rosa Arbeiter auf Goldener Stra\u00dfe<\/i>\u00a0Preise und wurde schnell bekannt. 1970 drehte er drei gr\u00f6\u00dfere Filme, darunter\u00a0<i>Die Bettwurst<\/i>, die bis heute ein Kultfilm ist, und\u00a0<i>Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt<\/i>, mit dem er die neue deutsche Schwulenbewegung mitbegr\u00fcndete. Durch den Skandal, den dieser Film ausl\u00f6ste, wurde Rosa ber\u00fchmt und ber\u00fcchtigt. Bis heute hat er \u00fcber 70 Filme gedreht. (missingFILMs)<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 21. September | 18h bis Freitag, 24. 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