{"id":2203,"date":"2021-08-02T17:29:17","date_gmt":"2021-08-02T20:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/?post_type=tribe_events&#038;p=2203"},"modified":"2021-08-02T17:29:32","modified_gmt":"2021-08-02T20:29:32","slug":"haus-kino-heimat-ist-ein-raum-aus-zeit","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/evento\/haus-kino-heimat-ist-ein-raum-aus-zeit\/","title":{"rendered":"Haus-Kino | HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"de-DE\">Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Regie: Thomas Heise (2019, Farbe + s\/w, 228 Min.)<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Drehbuch: Thomas Heise<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Kamera: Stefan Neuberger, Peter Badel, B\u00f6rres Weiffenbach<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Schnitt: Chris Wright<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Ton: Markus Krohn, Johannes Schmelzer-Ziringer<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Film ansehen: <\/span><a href=\"https:\/\/haus-kino.goethe-on-demand.de\/\">Goethe on Demand \u2014 Argentinien, Paraguay, Uruguay &#8211; P\u00e1gina principal (goethe-on-demand.de)<\/a><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Unten links, bei dem Symbol CC k\u00f6nnen Sie die Untertitelfassung ausw\u00e4hlen. Die spanischen Untertiteln, falls vorhanden, sind als \u201eES\u201c markiert.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Ausgehend von pers\u00f6nlichen Dokumenten, von Filmemacher Thomas Heise aus dem Off vorgetragen, entsteht nicht nur das Bild einer Familie \u00fcber vier Generationen hinweg, sondern auch die pers\u00f6nlichen Verstrickungen eines Jeden in den Zeitl\u00e4ufen des 20. Jahrhunderts treten deutlich hervor: Der Schulaufsatz aus dem Kaiserreich, die Briefe des Vaters aus dem Nazi-Arbeitslager, von den j\u00fcdischen Verwandten aus Wien, kurz vor ihrer Deportation, die Tageb\u00fccher der Mutter aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, der Briefwechsel zwischen der Sozialistin und ihrem Verehrer aus Mainz, die Notizen des Regisseurs aus der Nachwendezeit. Dazu Schwarzwei\u00dfe Aufnahmen der erw\u00e4hnten Orte in der Gegenwart: das Arbeitslager, ehemalige NVA-Kasernen, Reihenh\u00e4user in Mainz, eine Fahrt mit der Wiener Stra\u00dfenbahn, ein H\u00f6rsaal der Universit\u00e4t, an der der Vater Professor war, und immer wieder Z\u00fcge und Gleise \u2013 und in Farbe, die Deportationslisten der Wiener Juden. Ein Film \u00fcber deutsche Geschichte, Heimat-Geschichte und die Frage, was bleibt?<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><strong>AUSZEICHNUNGEN<\/strong><br \/>\n<\/span>Caligari Filmpreis \/ IFF Berlin (2019)<br \/>\n<span lang=\"de-DE\">Preis f\u00fcr den besten Dokumentarfilm \/ Visions du R\u00e9el Nyon (2018)<br \/>\n<\/span>Social Awareness Award \/ Crossing Europe Linz (2018)<br \/>\n<span lang=\"de-DE\">Deutscher Dokumentarfilmpreis \/ Deutscher Dokumentarfilmpreis (2019)<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Preis der deutschen Filmkritik \/ Verband der deutschen Filmkritik (2020)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">KRITIKEN UND EMPFEHLUNGEN<\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\">Auf der Berlinale l\u00e4uft auch ein Film, der einen Weg weist zu dem, was deutsche Heimat sein k\u00f6nnte. Er handelt von einem Land, das er im Laufe von dreieinhalb Stunden erst entstehen l\u00e4sst. Heimat ist ein Raum aus Zeit hei\u00dft der monumentale und dabei doch so filigrane Film, in dem Thomas Heise die deutsche Geschichte der letzten hundert Jahre fast ausschlie\u00dflich mit Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Schulaufs\u00e4tzen seiner Familie erz\u00e4hlt. All diese Texte liest Heise mit ruhiger Stimme selbst vor. Ihr Bogen f\u00fchrt von seinen Gro\u00dfeltern v\u00e4terlicherseits \u00fcber zwei Weltkriege bis in den Alltag der DDR und in die Gegenwart. &#8216;Es ist schon komisch, diese gro\u00dfen Daten, Kriegsbeginn, Kriegsende, Mauerbau, Mauerfall, werden gar nicht markiert, aber sie sind trotzdem da&#8217;, sagt Thomas Heise in seiner vor B\u00fcchern schier berstenden Berliner Wohnung in der Sch\u00f6nhauser Allee. (\u2026) Er finde den Begriff Heimat schwierig, weil er oft ideologisch \u00fcberformt sei, sagt Heise. &#8216;Was mir daran gef\u00e4llt, ist seine Offenheit f\u00fcr Widerspr\u00fcche und die Unm\u00f6glichkeit, ihn restlos aufzukl\u00e4ren. Wie dem auch immer sei, man kann ihr nicht entkommen.&#8217; Und man will es auch nicht, nachdem man Thomas Heises Film gesehen hat. Und so geschieht es, dass man einen Film wie eine fatale, zarte, traurige, nachdenkliche deutsche Heimat bewohnen kann, der man gemeinsam mit dem Regisseur und seiner Familie ins Auge blickt.\u201c (Katja Nicodemus, Die Zeit)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\">Die Szene etwa, die von der Deportation der Wiener Gro\u00dfmutter-Familie erz\u00e4hlt, ist atemberaubend &#8211; von einer dramaturgischen Intensit\u00e4t, die einem die Unfassbarkeit des Holocaust konkret werden l\u00e4sst. Und das gerade weil im Bild zu diesem Zeitpunkt nichts als eine alphabetisch geordnete Liste abgefahren wird, auf der als Datum der 19. Oktober 1941 vermerkt ist. Es ist der Tag, an dem alle hier namentlich aufgef\u00fchrten Wiener Juden in Z\u00fcgen in die Lager im Osten geschickt werden. Auf der Tonspur sind die postalischen Nachrichten an Heises Gro\u00dfeltern in Berlin zu h\u00f6ren, deren Datumsmarken sich unaufhaltsam diesem 19. Oktober 1941 ann\u00e4hern. Aus der Korrespondenz, die von den Mal f\u00fcr Mal gr\u00f6\u00dfer werdenden Zumutungen handeln, spricht immer auch noch etwas Hoffnung \u2013 als Zeichen der Unm\u00f6glichkeit, sich die b\u00fcrokratisch organisierte, massenhafte Vernichtung von Menschen vorstellen zu k\u00f6nnen.\u201c (Matthias Dell, Spiegelonline)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\">Daneben gibt es Zeugnisse der Liebe in Zeiten des Kalten Krieges. Udo, ein fr\u00fcher Geliebter von Rosie, die sp\u00e4ter Heises Mutter werden wird, lebt im Westen und schreibt in den fr\u00fchen 1950er Jahren kluge, witzige und sehns\u00fcchtige Briefe an die Frau, die ihn \u00fcber fast ein Jahrzehnt besch\u00e4ftigen wird und die er nach Kr\u00e4ften dazu bringen will, in den Westen zu kommen. Sie wird nicht kommen. Sie wird den Philosophen Wolfgang Heise heiraten und in einer nahezu hellsichtigen Sicht auf diesen ernsten Wissenschaftler ihre Ehe analysieren, bevor sie \u00fcberhaupt begonnen hat. Die Briefe Udos von West nach Ost zeigen einen analytisch scharfen Blick auf beide Systeme vor dem Mauerbau. Und sie zeigen auf der anderen Seite eine sehr selbstbewusste und kluge Frau, die sich vorbeh\u00e4lt, \u00fcber ihre politischen Ansichten und ihre Liebe vollkommen unabh\u00e4ngig zu entscheiden. Ein Frauenbild, das man selten mit dieser Zeit in Verbindung bringt.\u201c (Anette Schuhmann, zeitgeschichte-online.de)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\">Am spannendsten sind jedoch die Passagen, die sich mit Wolfgang Heise und seinen K\u00e4mpfen gegen die Partei besch\u00e4ftigen. Als er, der gro\u00dfe marxistische Philosoph der DDR, sich 1976 mit Robert Havemann gegen die Ausb\u00fcrgerung Wolfgang Biermanns stellte, sch\u00e4umten die SED-Funktion\u00e4re \u00fcber so viel &#8216;kleinb\u00fcrgerliche Vorbehalte&#8217; und &#8216;intellektualistische Rechthaberei&#8217; und nehmen ihm seinen Rektorenposten an der Humboldt Universit\u00e4t. Sp\u00e4ter diskutiert er in seinem Wohnzimmer mit Heiner M\u00fcller die Trag\u00f6die des modernen Sozialismus mit einer Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit, die einem den Atem rauben. Die Unterhaltung ist in Heiner M\u00fcllers Kapitalismus-Texten &#8216;F\u00fcr alle reicht es nicht&#8217; abgedruckt, Heise hat sie gefilmt. Sein Vater zitiert Brecht: &#8216;Der Geschlagene entrinnt nicht \/ der Weisheit.&#8217;\u201c (Thekla Dannenberg, perlentaucher.de)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">REGISSEUR &#8211; THOMAS HEISE<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Thomas HeiseThomas HeiseThomas Heise ist 1955 in Ostberlin geboren. 1975 begann er als Regieassistent im DEFA-Studio f\u00fcr Spielfilme zu arbeiten. 1978 nahm Heise ein Regiestudium an der Hochschule f\u00fcr Film und Fernsehen &#8216;Konrad Wolf&#8217; in Potsdam-Babelsberg auf (heute: Filmuniversit\u00e4t Babelsberg). Aufgrund der Zensur und des Auff\u00fchrungsverbots seines Kurz-Dokumentarfilms Wozu denn \u00fcber diese Leute einen Film? (DDR 1980), brach Heise 1982 das Studium ab und begann, als freier Autor und Regisseur in den Bereichen Theater, H\u00f6rspiel und Dokumentation zu arbeiten. Unter den zahlreichen Filmen Heises sind Stau \u2013 Jetzt geht&#8217;s los (1992) Neustadt. Stau &#8211; der Stand der Dinge (2000), Vaterland (2002), Im Gl\u00fcck (Neger) (2006), Material (2009), Gegenwart (2012), St\u00e4dtebewohner (2014) und Heimat ist ein Raum aus Zeit (2019) hervorzuheben. Von 2007 bis 2013 war Thomas Heise Professor f\u00fcr Film an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Karlsruhe. Seither ist er Professor f\u00fcr Kunst und Film an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Goethe on Demand: die Streaming-Plattform des Goethe-Instituts<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">SO FUNKTIONIERT&#8217;S<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">1.- Webseite haus-kino.goethe-on-demand.de eingeben<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">2.- Oben rechts die Sprache w\u00e4hlen (Deutsch\/Spanisch.)<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">3.- Bei \u201eLogin\u201c sich mit Emailadresse und Passwort einschreiben (die gleichen Daten m\u00fcssen bei jeder Nutzung der Plattform eingegeben werden.)<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">4.- Beim Men\u00fc den gew\u00fcnschten Film aussuchen. Beim Klicken erhalten Sie eine Filmbeschreibung und die technischen Details des Films<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">5.- Bei \u201eFilm jetzt ansehen\u201c klicken.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Eingeben dass Sie die Nutzungsbedingungen der Plattform akzeptieren, um den Film zu sehen<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">6.- Unten links, bei dem Symbol CC k\u00f6nnen Sie die Untertitelfassung ausw\u00e4hlen. Die spanischen Untertiteln, falls vorhanden, sind als \u201eES\u201c markiert<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Streaming passt sich automatisch an die Qualit\u00e4t Ihrer Internetverbindung an. Falls Sie aber Probleme beim Streaming haben, k\u00f6nnen Sie manuell eine kleinere Fassung des Films unter dem Punkt \u201eOptionen\u201c unten links ausw\u00e4hlen<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Jeder Film steht 48 Stunden und gratis zur Verf\u00fcgung. Eine Best\u00e4tigung erhalten Sie per E-Mail.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung. 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