{"id":2200,"date":"2021-08-02T17:25:50","date_gmt":"2021-08-02T20:25:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/?post_type=tribe_events&#038;p=2200"},"modified":"2021-08-02T17:25:50","modified_gmt":"2021-08-02T20:25:50","slug":"haus-kino-malou","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/evento\/haus-kino-malou\/","title":{"rendered":"Haus-Kino | MALOU"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"de-DE\"><strong>Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung.<\/strong><br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Jeanine Meerapfel, 1981, 94 min.<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Mit Ingrid Caven, Grischa Huber, Helmut Griem, Ivan Desny<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Kamera Michael Ballhaus<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Schnitt Dagmar Hirtz<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Musik Peer Raben<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">Film ansehen: <a href=\"https:\/\/haus-kino.goethe-on-demand.de\/\">Goethe on Demand \u2014 Argentinien, Paraguay, Uruguay &#8211; P\u00e1gina principal (goethe-on-demand.de)<\/a><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Unten links, bei dem Symbol CC k\u00f6nnen Sie die Untertitelfassung ausw\u00e4hlen. Die spanischen Untertiteln, falls vorhanden, sind als \u201eES\u201c markiert<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr Hannah, eine verheiratete Frau aus Berlin, ungef\u00e4hr Mitte Drei\u00dfig, werden ihre Identit\u00e4tsprobleme eines Tages so bedrohlich, dass sie sich entschlie\u00dft, sich auf Spurensuche in die eigene Vergangenheit zu begeben. Sie verl\u00e4sst ihren Mann, um die Orte aufzusuchen, die f\u00fcr das Leben ihrer Mutter Malou bestimmend waren. Das Grab auf dem j\u00fcdischen Friedhof ist die erste Station, dann das ehemalige Nachtlokal in Stra\u00dfburg, in dem Malou als Animierdame und S\u00e4ngerin ihren sp\u00e4teren Mann, einen wohlhabenden j\u00fcdischen Kaufmann, kennengelernte. In der Phantasie tauchen jetzt viele Bilder aus einer Lebensgeschichte auf, die davon gepr\u00e4gt war, endlich eine Heimat finden und nicht mehr arm sein zu wollen. Malou entwickelte sich unter dem Druck dieser W\u00fcnsche zu einer ausgesprochenen Anpassungsk\u00fcnstlerin, wechselte ihrem Mann zuliebe den Glauben und musste mit ihm zun\u00e4chst nach Holland, dann ins argentinische Exil fl\u00fcchten, wo er sie wegen einer anderen Frau verlie\u00df. Hannah begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, um f\u00fcr sich selbst einen akzeptablen Platz im Leben zu finden.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">KRITIKEN UND EMPFEHLUNGEN<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">&#8220;Malou ist ein Film, der Gef\u00fchle zeigt, ohne sentimental zu sein. Er arbeitet mit stilistischen Mitteln, die \u00fcberzeugen und Schauspielern, allen voran Ingrid Caven und Grischa Huber, deren Gesichter, deren Gesten und Handlungen noch lange im Ged\u00e4chtnis bleiben.&#8221; Zitty (Anne Frederiksen, Nr. 7\/81)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">&#8220;Ein intelligenter, behutsamer Film \u00fcber eine Krise, die gewi\u00df \u00f6fter durchlitten als eingestanden wird. Hier wird sie ausgelebt. Nur so kann man sie schlie\u00dflich meistern. Ein Film der Gef\u00fchle, der nicht der Verlockung zum Gef\u00fchlskino nachgibt: Wie leicht, wie einfach und wie falsch k\u00f6nnte alles \u00fcber die Schilddr\u00fcse laufen. Da sei John Cassavetes vor: Ein hoch gezielter Vergleich, der die N\u00e4he signalisiert, zumindest ungef\u00e4hr. Eine sympathische N\u00e4he.&#8221; (Frankfurter Rundschau, Gunar Hochheiden, 23.03.81)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Mit Malou mischt Jeanine Meerapfel sich in die Debatte der 70er und 80er Jahre \u00fcber die Rekonstruktion der Geschichte und die Aufarbeitung der Vergangenheit ein, indem sie die Ann\u00e4herung an die M\u00fctter als Chance sieht, genauere Information \u00fcber die eigene Identit\u00e4t zu erhalten als \u00fcber die offizielle Geschichtsschreibung. Hannah, eine drei\u00dfigj\u00e4hrige Lehrerin &#8211; das Alter der Regisseurin &#8211; die in Argentinien aufwuchs und heute in Berlin lebt, ist nicht in der Lage ihre Vergangenheit abzusch\u00fctteln. Was f\u00fchlte die Mutter, deren Schicksal pl\u00f6tzlich von den Nazis umgelenkt wurde und deren bedingungslose Anpassung an ihren Ehemann ihr schlie\u00dflich ein verh\u00e4ngnisvolles Ende bescherte? Ihre Tochter Hannah, die mit 18 Jahren nach Deutschland zur\u00fcckkehrt, kann diese Abh\u00e4ngigkeit nicht akzeptieren. Sie geht auf die Suche nach der Geschichte ihrer Mutter, um ihren eigenen Weg zu verstehen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">AUSZEICHNUNGEN<br \/>\n<\/span><\/strong><span lang=\"de-DE\">-Preis der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalisten-Vereinigung FIPRESCI, Cannes 1981;<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">-Erster Preis &#8220;Alfonso S\u00e1nchez&#8221; und Preis der katholischen Kirche, Filmfestival San Sebastian 1981.<br \/>\n<\/span><span lang=\"de-DE\">-Erster Preis Filmfestival Chicago 1981.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span lang=\"de-DE\">REGISSEURIN &#8211; \u200bJEANINE MEERAPFEL<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Jeanine MeerapfelJeanine MeerapfelJeanine Meerapfel wurde 1943 in Buenos Aires geboren. Ihr Vater, Erbe einer Tabakfabrik im badischen Untergrombach, war von den Nazis zur Emigration gezwungen worden und \u00fcber Holland nach Argentinien gelangt. Sein Bild, das Portr\u00e4t eines Patriarchen und Lebemanns, erscheint in vielen Filmen Jeanine Meerapfels; die Figur des Vaters, in Malou von Ivan Desny, in Amigom\u00edo von Mario Adorf, in Annas Sommer von Dimitris Katalifos verk\u00f6rpert, hat nie aufgeh\u00f6rt, die Regisseurin zu besch\u00e4ftigen. 1964, nach einem Journalismus-Studium in Buenos Aires, geht Jeanine Meerapfel nach Deutschland, um an der von Alexander Kluge und Edgar Reitz geleiteten Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Ulm Filmregie zu studieren. Nach ihrem Diplom (1968) arbeitet sie als Kritikerin und Filmdozentin, 1980, dreht sie ihren ersten Spielfilm Malou. Seitdem sind vier weitere Spielfilme entstanden, La Amiga (1988), Amigom\u00edo (1995), Annas Sommer (2001). Meerapfel filmte auch mehrere Dokumentarfilme u.a. Desembarcos (1986-89), Wer nicht k\u00e4mpft, kann nicht gewinnen (2007-8). 2021 wird ihr letzter Dokumentarfilm Eine Frau uraufgef\u00fchrt. Von 1990 bis 2009 hat Jeanine Meerapfel als Professorin an der K\u00f6lner Kunsthochschule f\u00fcr Medien gelehrt. Seit 2015 ist Jeanine Meerapfel Pr\u00e4sidentin der Akademie der K\u00fcnste in Berlin.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung. Jeanine Meerapfel, 1981, 94 min. 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