{"id":2126,"date":"2021-06-18T18:49:49","date_gmt":"2021-06-18T21:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/?post_type=tribe_events&#038;p=2126"},"modified":"2021-06-18T19:00:08","modified_gmt":"2021-06-18T22:00:08","slug":"haus-kino-der-junge-muss-an-die-frische-luft","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.icpa-gz.org.py\/DE\/evento\/haus-kino-der-junge-muss-an-die-frische-luft\/","title":{"rendered":"Haus-Kino | DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT"},"content":{"rendered":"<div class=\"dossier-top-teaser-container ganze-breite Mb(64px)\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-inner hellGrau\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-text-c w(719px) m-lr-a\">\n<div class=\"dossier-top-teaser-text\">\n<div class=\"dossier-infotext-header-text-c Fs(18px) Lh(1.556)\">\n<p>Caroline Link, 2018, 100 Min.<br \/>\nNach den Erinnerungen des deutschen Komikers und Fernsehmoderators Hape Kerkeling (*1964). Mit Julius Weckauf, Luise Heyer, S\u00f6nke M\u00f6hring, Joachim Kr\u00f3l, Ursula Werner, Rudolf Kowalski.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"dossier-infotext-header-text-c Fs(18px) Lh(1.556)\"><strong>Nur am Dienstag, 06. Juli | im Rahmen des Festivals <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/ins\/ar\/de\/kul\/ser\/hak.html\">Haus-Kino<\/a><br \/>\nParaguay 18 bis 23 Uhr<br \/>\nArgentinien und Uruguay 19 bis 24 Uhr\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verf\u00fcgung.<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"dossier-infotext w(719px) m-lr-a Mb(50px)\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&gt;&gt; <strong><a href=\"https:\/\/haus-kino.goethe-on-demand.de\/\">Haus-Kino | Goethe on demand<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Handlung dieser bewegenden Erz\u00e4hlung ist in der Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre angesiedelt, genauer im Ruhrgebiet, dem Zentrum des Kohleabbaus mit einer \u00fcberwiegend aus Arbeiterfamilien bestehenden Bev\u00f6lkerung. Hier verbrachte Hape Kerkeling seine Kindheit und Jugend, die von schmerzhaften und traumatischen Erfahrungen gepr\u00e4gt war. Nach einem tragischen Vorfall im Alter von 8 Jahren nahm Kerkeling sich vor, die Menschen zum Lachen zu bringen und versuchte seitdem, seine Freunde mit lustigen Parodien zu unterhalten. Der Film ist das bewegendes Portrait eines Jungen, der die emotionale Anspannung seiner Umgebung und die ablehnende Haltung seines Heimatortes gegen\u00fcber seiner erwachenden, sexuellen Zweideutigkeit \u00fcberwindet, der den Dem\u00fctigungen durch seine Schulfreunde entgegentritt und eine Kette von Schicksalsschl\u00e4gen mit dem ihm angeborenen Humor bek\u00e4mpft. Der Humor gibt ihm die Kraft, alle Schwierigkeiten zu meistern. Eine Tragikom\u00f6die, die den kulturellen Pulsschlag, den Humor und die Liebe einer ganzen Nation im Laufe der Zeit reflektiert.<\/p>\n<\/div>\n<h3 class=\"zwischenueberschrift\">KRITIKEN UND EMPFEHLUNGEN<\/h3>\n<p>\u201eDer Junge muss an die frische Luft ist (\u2026) ein Sommerfilm. Das Licht in den Bildern ist wunderbar warm. Ein bisschen wie das, was Vadders Super-8-Kamera aufs heimische Gro\u00dfleinwandhandtuch warf, sieht es noch aus. Das Licht und die W\u00e4rme sind gleich da, tragen den Film, halten ihn hell und leicht selbst dann noch, wenn die Verdunkelung \u00fcber die Familie kommt. Wie die Bilder h\u00e4lt auch die Ausstattung uns Kerkelings Geschichte auf angenehme Halbdistanz. Kein toter Disney-Park einer verlorenen Kumpelwelt ist das rekonstruierte Recklinghausen, durch das Caroline Link Hape, seine Omas und Tanten kutschieren, tanzen, gehen, fahren l\u00e4sst. Man kann sich gar nicht sattsehen an den Dingen von damals, den Details, m\u00f6chte den Film anhalten und seinen Kindern erz\u00e4hlen und sich zum Affen machen. Wie ein gut renovierter Opel Rekord hat dieses Diorama aber Gebrauchsspuren, es lebt, es erz\u00e4hlt Geschichten hinter den Geschichten.\u201c (Elmar Krekeler, Die Welt)<\/p>\n<p>Eine Tragikom\u00f6die, die wirklich beides zusammenbringt: Lachen und Weinen. Die Humor als probates Mittel zeigt, um sich gegen die Zumutungen des Lebens zu wehren. Die die Gro\u00dffamilie ohne einen falschen Ton feiert als Fundament, auf dem man stehen kann. Und ein Sprachkunstwerk, das den Ruhrpott-Slang in allen Schattierungen schillern l\u00e4sst, derb und deutlich, ehrlich und herzlich. Die Sprache ist hier niemals aufgesetzt, sie atmet Leben. Wer das Kino verl\u00e4sst, k\u00f6nnte versucht sein, der Welt k\u00fcnftig immer per dat und wat die Sch\u00e4rfe zu nehmen.\u201c (Oliver Kaever, Zeit Online)<\/p>\n<h3 class=\"zwischenueberschrift\">AUSZEICHNUNGEN<\/h3>\n<ul>\n<li>Pr\u00e4dikat: besonders wertvoll \/ FBW\u00a0(2017)<\/li>\n<li>Beste Regie \/ Bayerischer Filmpreis\u00a0(2019)<\/li>\n<li>Lola \/ Deutscher Filmpreis\u00a0(2019)<\/li>\n<li>Deutscher Schauspielpreis \/ Deutscher Schauspielpreis\u00a0(2019)<\/li>\n<li>Deutscher Comedypreis \/ Deutscher Comedypreis\u00a0(2019)<\/li>\n<li>Sonderpreis \/ Hessischer Film- und Kinopreis\u00a0(2019)<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"zwischenueberschrift\">REGISSEURIN &#8211;\u00a0CAROLINE LINK<\/h3>\n<p><span class=\"artikelBildLinks\"><span class=\"teaserBildContainer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"artikelBildLinks\" title=\"Caroline Link\" src=\"https:\/\/www.goethe.de\/resources\/files\/jpg1040\/adrienne-schw-mantel---copia-formatkey-jpg-default.jpg\" alt=\"Caroline Link\" width=\"245\" height=\"322\" \/><\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"artikelBildLinks\"><span class=\"teaserBildContainer\"><span class=\"bildnachweis\">\u00a9 Adrienne Meister<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Caroline Link wurde 1964 in Bad Nauheim geboren. 1986 nimmt sie ein Regiestudium an der M\u00fcnchner Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film (HFF) auf, das sie vier Jahre sp\u00e4ter erfolgreich abschlie\u00dft. F\u00fcr ihren Abschlussfilm, die Liebesgeschichte Sommertage, wird sie bei den Hofer Filmtagen 1990 mit dem Kodak F\u00f6rderpreis ausgezeichnet. Ihr Deb\u00fct als Kinoregisseurin gibt sie 1996 mit\u00a0<i>Jenseits der Stille<\/i>. Der hoch gelobte Film wurde zu einem \u00dcberraschungserfolg an den Kinokassen und brachte ihr \u00fcber eine Oscar-Nominierung als \u201eBester fremdsprachiger Film&#8221; den ersten internationalen Erfolg. Auch Links folgender Film, die\u00a0Erich-K\u00e4stner-Verfilmung\u00a0<i>P\u00fcnktchen und Anton<\/i>\u00a0(1999), zieht \u00fcber eine Million Zuschauer in die Kinos und stellt ihre Einf\u00fchlung in bewegende Geschichten unter Beweis. Mit\u00a0<i>Nirgendwo in Afrika<\/i>\u00a0(2001) erh\u00e4lt Caroline Link einen Oscar in der Kategorie \u201eBester fremdsprachiger Film&#8221;. Im Jahr 2008 meldet sich Link mit dem Familiendrama\u00a0<i>Im Winter ein Jahr<\/i>\u00a0zur\u00fcck, der u.a. den Deutschen Filmpreis als Bester Spielfilm und f\u00fcr die Beste Filmmusik erhielt. Von einer schwierigen Familiengeschichte erz\u00e4hlt auch Links folgender Film\u00a0<i>Exit Marrakech\u00a0<\/i>(2013). 2016 erh\u00e4lt Link den Filmpreis der Stadt M\u00fcnchen; 2018 wird sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Im Dezember 2018 stellt Caroline Link\u00a0<i>Der Junge muss an die frische Luft\u00a0<\/i>vor, gedreht nach der gleichnamigen Autobiografie des Entertainers\u00a0Hape Kerkeling. 2019 startet ihr bisher letzter Film, eine Adaption des Jugendbuchklassikers\u00a0<i>Als Hitler das rosa Kaninchen stahl<\/i>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Caroline Link, 2018, 100 Min. Nach den Erinnerungen des deutschen Komikers und Fernsehmoderators Hape Kerkeling (*1964). 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